Vermittlung geht so

Der erste Schritt ist immer der wichtigste. Bevor wir über die „technischen“ Details sprechen, sollten Sie sich folgendes gründlich durchlesen:

Was muss ich bedenken, bevor ich mir einen Hund anschaffe?

Rein rechtlich ist der Hund ja bedauerlicherweise nur eine Sache. Aber das Recht hat hier nichts mit der Realität zu tun: Real ist der Hund ein Lebewesen, das Bedürfnisse, Rechte und eine Lebenserwartung hat. Deswegen muss man sich vorher darüber im Klaren sein, ob man in der Lage ist, diesem Lebewesen gerecht zu werden. Haben Sie genügend Zeit, sich um den Hund zu kümmern? Ein Hund braucht viel Auslauf und Beschäftigung. Sind Sie körperlich dazu in der Lage ihm das bieten zu können? Ein Hund leidet seelisch und körperlich, wenn er täglich 7 Stunden allein bleiben muss!

Die Kosten für einen Hund erstrecken sich nicht nur auf die Anschaffungskosten. Daraus ergeben sich folgende Fragen: Ist die Unterhaltung des Hundes gesichert? Kann ich mir die Kosten für Hundesteuer, Futter, Tierarzt und Pflege leisten. Das muss gut überlegt sein! Sind Sie auch bereit, höhere Tierarztkosten zu bezahlen, wenn nötig? Haben Sie genügend Platz, ein Tier artgerecht unterzubringen? Bei einem Eigenheim sollte das regelmäßig der Fall sein. Aber was ist in einem gemieteten Haus/einer gemieteten Wohnung? Was steht im Mietvertrag? Wird der Vermieter die Tierhaltung nachträglich erlauben?

Machen Sie sich bitte nicht nur um den Hund Gedanken, sondern auch über Ihre eigene (Lebens-)Situation. Wird sich Ihr Leben in nächster Zeit ändern? Stehen Veränderungen wie Umzug, Berufs- oder Schulwechsel an? Haben Sie jemanden, der sich um das Tier kümmert, wenn Sie im Urlaub oder krank sind?

Wenn sie nicht Single sind, wird Ihre Entscheidung letztlich auch Einfluss auf Ihre Familie haben. Eine Entscheidung gegen die Auffassung der Familie bringt erfahrungsgemäß immer Probleme mit sich, die am Ende immer der Hund „auszufressen“ hat. Ist also die ganze Familie mit dem neuen Familienmitglied (ein solches ist der Hund) einverstanden? Bleiben noch medizinische Einwände: z.B. leiden Sie oder ein anderes Familienmitglied an einer Tierhaar-Allergie?

Wenn die ehrlichen Antworten an sich selbst positiv ausfallen, steht einer hundelebenslangen, harmonischen Beziehung zu einem vierbeinigen Hausgenossen nichts mehr im Wege! Und, die Frage sei erlaubt, warum haben Sie nicht schon längst einen Hund?